|
|
sich in Bree aufhielt, ist sicher anzunehmen, dass
er die Fluss-Route genommen hatte.
Während dieses Abschnitts
der Reise wäre er eventuell parallel zum Nebelgebirge gegangen.
Nach einiger Zeit hätte er die Lautwasser erreicht, einen der
Flüsse von Bruchtal - nur hätte er wahrscheinlich nicht
gewusst, dass er bereits in diesem Gebiet angekommen war. Er wäre
einige Zeit umhergeirrt, bis er Bruchtal schließlich gefunden
hätte.
Auf der Reise wäre er dann mindestens 415
Meilen (55 Tage) unterwegs gewesen, bis er Elronds Stadt am 22.
Oktober (25. Oktober n. auenländ. ZR) im Jahr 3018 des 3. ZA
im "grauen Licht der Dämmerung" erreicht hätte,
gerade rechtzeitig zur Versammlung.
Schließlich hätte
seine Reise, in ein unbekanntes fernes Land zu gehen und einen Ort
zu finden, den niemand kannte, Boromirs Fähigkeit und Geschick
bewiesen. Ihm hätte für diese Leistung sehr hohe Achtung
gebührt.
|
|
Die
Sache mit dem "Einen"
Dass Boromir
im Sinne Gondors handeln wollte, steht außer Frage.
Er wollte das mächtige Kleinod in seine Heimat
bringen, um es gegen das Böse einzusetzen. Doch
leider übersah er in seinem Eifer stets, dass der
Ring vom Bösen geschaffen wurde. Er begriff nicht,
dass man einen treuen Diener um nichts in der Welt gegen
seinen Herrn aufbringen kann. Und erst recht nicht,
wenn der Herr diesen "Diener" selbst zu lenken
versuchte. Doch Boromir war die lange Geschichte um
den Ring fremd. Er wusste nur, was er beim Rat von Elrond
über ihn erfuhr.
Ebensowenig war ihm bewusst,
dass der Ring ihn während der Reise mit den Gefährten
als das "schwächste Glied in der Kette"
erkannte. Boromir war der einzige der neun Reisenden,
der nur ein ganz normaler Mensch war. Sicher, in ihm
floss das Blut Númenors, aber dieser Anteil war
im laufe der vielen, vielen Jahre verschwindend gering
geworden. Boromir war ein normaler, sterblicher Mensch
mit - im Vergleich zu seinen Gefährten - großer
Schwäche. Diese Schwäche
|
|
|